Vorschlag eines hegelianischen Marxismus - Danksagungen - Text

De Carlos Pérez Soto
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Danksagungen

Die Gelegenheit zum Schreiben dieses Buches verdanke ich vor allem den Mobilisierungen der Schüler und Studenten im Jahr 2011, die in ganz Chile die kleinkarierte Parteipolitik aufmischte und der authentischen Politik einen vitalen Raum der Erneuerung eröffneten. In jenem Zusammenhang hatte ich die Ehre, an Dutzenden Foren, Vorträgen und Dialoginstanzen mit Schülern und Studenten an besetzten Schulen und Gymnasien, sowie an streikenden Universitäten in Santiago und in vielen Städten Chiles teilzunehmen. Der Wunsch, eine Diskussion über Bildung zu führen führte in fast allen Fällen zu einer erweiterten Kritik des neoliberalen Systems und der beschämenden,von der Concertación vertretenen Rolle, die über zwanzig Jahre hinweg einen Regenbogen versprochen hatte, mit dem alleinigen Resultat, die öffentlichen Bildungs- und Gesundheitssysteme zu zerstören, die Grundreichtümer zu an ausländische Firmen zu vergeben, Trinkwasser, Elektrizität und Kommunikationsinfrastruktur, Wege, Straßen und sogar die Gefängnisse zu privatisieren. Ausgehend von dieser eher konjunkturellen Kritik, gingen viele Schüler und Studenten dazu über, die Frage nach der politischen Theorie und nach den Grundlagen zu stellen, durch welche eine längerfristige politische Aktion begründet werden könnte. An Schulen und Universitäten entstanden zahlreiche anarchistische Kollektive, die Mitgliederzahlen der Jugendorganisationen der Parteien und vielfältiger marxistischer Kollektive wuchsen wieder, viele Schüler und Studenten, vielleicht die Mehrheit, näherten sich sich solchen Kollektiven an,die sich auf die eine oder andere Weise als autonom bezeichneten und ihr Misstrauen gegenüber der traditionellen Politik und Theorie zum Ausdruck gaben. Wie nie zuvor gab es in diesem Land zahlreiche Studienkollektive, Bildungsinitiativen und Theoriediskussion. In diesem Ambiente, unter dem Einfluss dieser Diskussionen, habe ich dieses Buch komplett neu geschrieben. Deshalb ist es an erster Stelle den rebellierenden Schülern und Studenten und ihrer Hoffnung gewidmet.


Im Rahmen dieser breiten Diskussionskultur der Schüler und Studenten ist die Volksuniversität Valparaíso unter Umständen eine der größten und konsistenten Organisationen. Auf Einladung der Genossen aus ihrem organisatorischen Kern war ich in der Lage, im September und Oktober 2012 insgesamt sechs Vorlesungen über „Die Idee des Klassenkampfes im Marxismus“ zu halten. Bei diesen Sitzungen konnte ich die Ausarbeitungen vervollständigen, die ich im Januar 2012 begonnen hatte, aus Anlass von vier Tagesseminaren zum gleichen Thema und auf Einladung der Studentenschaft der Fakultät der Humanwissenschaften an der Universität von Chile. Viele der in diesem Buch enthaltenen Ideen stammen aus den Ausarbeitungen, zu denen mich die kritischen Fragen der Studenten gezwungen haben.


Mein Dank gilt gleichermaßen der Universität ARCIS, an der ich lange Jahre hindurch den einzigen regelmäßigen Kurs gehalten habe, im Rahmen eines in Chile angebotenen Studienplans zu den Marx' Begriffen als Ganzes, sowie für die Studenten des Fachbereichs Soziologie, die Jahr für Jahr die Fragestellungen beisteuern, durch die eine lebendige Gestaltung dieses Kurses und die Ansammlung neuer Überlegungen möglich werden. Insbesondere gilt mein Dank dem Verlag der Universität ARCIS, bei dem die erste Ausgabe dieses Buches erschienen ist, für die Zugeständnisse hinsichtlich des erfolgten Verlagswechsels für diese zweite Version. Entsprechend bedanke ich mich für die seitens Silvia Aguilera und Paulo Slachevsky von Editorial LOM erhaltene Unterstützung und für die liebenswürdige Geduld, mit der sie jahrelang meine Eitel- und Dringlichkeiten ertragen haben.


Ich hätte dieses Buch, inmitten der Nöte eines Dutzends von Lehrveranstaltungen pro Semester, weder schreiben, noch vervollständigen können, ohne die enorme Bewunderung, die ich für Dolores Aguirre (Perotá Chingó) empfinde, die ich entgegen jeglicher Klugheit und Vorsicht liebe. Ein Großteil des hierin enthaltenen Äußerungen des Nachdrucks und der Hoffnung entstammen unmittelbar ihrem Lächeln.